
Durch seismische Untersuchungen des Meeresbodens vor dem Golf von Cadiz hat man herausgefunden,
dass sich hier eine Zone erheblicher geologischer Unstabilitaet befindet. Sie wird verursacht
durch ein Durch- und Uebereinander von festen Massen, Salzschichten, Tonschichten und
anderen nichtfesten Sedimenten, die zum Teil Methangas abgeben und die Konsolidierung des
Untergrundes verhindern.
Die zwischengelagerten Salz- und Tonschichten wirken als Gleitmittel fuer die festen Massen,
die sich in der Kuestenzone an festen Hindernissen aufstauen und hier Kompressionszonen bilden,
die zu Aufwoelbungen und Abwaertsbewegungen fuehren . Weiter ausserhalb bilden sie ausgedehnte
Geithaenge, auf denen Kuestenmassen bis zu 400 Km langsam oder ploetzlich in den Ozean abrutschen .

Finden die Bewegungen ploetzlich statt, so koennen sie Tsunamis verursachen, die im
Kuestenbereich die Hoehe von etlichen Metern erreichen koennen und in der Lage sind,
erhebliche Zerstoerungen anzurichten. Im Kompressionsbereich der Kueste koennen langfristige
oder auch, bein ploetzlichen Loesen der aufgestauten Spannungen, ausgeloest durch Erdbeben
fremder Herkunft oder durch Ueberhandnehmen der Spannungen, kurzfristige Hebungen und
Senkungen einzelner Kuestenabschnitte auftreten.
Insgesamt beweisen die nach modernsten Standards in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts durchgefuehrten Untersuchungen, dass Landhebungen und - Senkungen wie auch Flutwellen in diesem Gebiet ploetzlich oder langfristig auftreten koennen. Bei langfristiger Aenderung erscheinen sie als Ansteigen oder Absinken des Meeresspiegels
Damit erscheinen die geologischen Voraussetzungen fuer die moegliche Gueltigkeit der Atlantisgeschichte Platons fuer den Bereich der Bucht von Cadiz als gegeben.
Quelle fuer die geologischen Daten und Bilder:
http://tierra.rediris.es/TASYO/area.html