Meteoriten, Strafe der Goetter ? (18,32)

 

von Karl Juergen Hepke

" Eine feurige Masse erschien am Himmel, einen leuchtenden Streifen und Rauchwolken hinter sich lassend und glitt mit einer schwach geneigten Bahn am Himmel entlang. Nur zwei bis drei Sekunden war die Erscheinung am Himmel zu sehen und nach ca. zwei Minuten erklang ein Getoese, als wenn zahlreiche Kanonen abgefeuert wuerden "(32). Dies ist die Beschreibung eines Meteoritenfalls im August 1887 ueber Ochansk in Russland. Der Meteorit, der sich so spektakulaer am Himmel produziert hatte, richtete keinen bekanntgewordenen Schaden an, sein Aufschlagsort unweit von Ochansk beim Dorf Tabory wurde von der Bevoelkerung registriert und die Teile, die einen erheblichen Wert darstellen, wurden als Geschenk des Himmels sogleich eingesammelt (insgesamt ca. eine halbe Tonne, das groesste Exemplar wog 115kg).

 
Aber nicht immer geht es so guenstig fuer die Erdbewohner ab, wenn groessere oder kleinere Meteorite in den Bannkreis der Erde gelangen und unwiderstehlich von ihr angezogen werden, bis sie schliesslich auf sie niederstuerzen.

Dann zeigt sich bei kleineren Objekten als erstes eine weissliche ueber den Himmel ziehende Kugel, die bereits in Hoehen von 120 Km sichtbar wird. Sie nimmt darauf den Charakter einer Feuerkugel an, deren Geschwindigkeit sich laufend zu erhoehen scheint, je naeher sie der Erde kommt. Leuchtkraft und Groesse nehmen zu, wenn sie in die dichteren Luftschichten eintritt. Ist der Meteorit klein, dann wird er durch die Reibung an der Luft abgebremst und erlischt nach einem "Boliden" genannten explosionsartigen Ereignis. Die Reste, soweit welche vorhanden sind und nicht alles verbrannt oder verdampft ist, fallen mit normaler Fallgeschwindigkeit nahezu senkrecht zur Erde.

Die Geschwindigkeit, mit der die Meteorite sich in der Lufthuelle der Erde bewegen, liegt, je nachdem, ob sie hinter der sich mit der Rotationsgeschwindigkeit der Erde bewegenden Lufthuelle "herfliegen" oder ihr frontal entgegenkommen, zwischen 20 und 70 Km/sec. Man hat festgestellt , dass Meteorite am haeufigsten mit Geschwindigkeiten um 25 Km/sec auf die Erde treffen. Das entspricht ca 90000 Km/h, also der etwa 90fachen Geschwindigkeit eines Ueberschalljets. Bei dieser hohen Geschwindigkeit bildet sich vor dem Meteoriten ein Gemisch aus gluehender ionisierter Luft und abgeschmolzenem, verdampften und ebenfalls ionisierten Meteoritenmaterial, das den Lichteffekt abgibt. Ein kleiner Meteorit erzeugt dabei einen Feuerball, der bis 200 mal so gross ist, wie er selbst. Die leuchtenden Gasteilchen bleiben hinter dem Meteoriten zurueck und bilden einen leuchtenden Schweif. Am Tage erscheint er als Rauchfahne. Durch die hohe Geschwindigkeit des Meteoriten wird ein Ueberschalldonner, aehnlich wie bei einem Jet, der mit Ueberschallgeschwindigkeit fliegt, erzeugt. Dieser Donner ist bei kleineren Objekten von ca 50 Kg in einem Umkreis von 50-70 Km zu hoeren, waehrend die Lichterscheinung noch in Entfernungen von 140 Km beobachtet wurde. Da die Lufthuelle der Erde so kleinere Meteoroide bis zu einigen Tonnen Gewicht effektiv abbremst und sie meistens auch noch infolge der Hitzeentwicklung in viele kleinere Teile zerspringen, entstehen bis zu dieser Groesse auf der Erdoberflaeche nur geringe Schaeden. Treffen sie beim Herunterfallen auf freies Gelaende, so ergeben sich roehrenfoermige Einschlagsloecher von - bei weichem Boden- mehreren Metern Tiefe, aehnlich wie bei einem Bombenblindgaenger. Wird ein Bauwerk oder Fahrzeug getroffen, was auf Grund der Wahrscheinlichkeit nur sehr selten vorkommt, dann wird jede uebliche Struktur, wie von einem Geschoss hoher Energie , durchschlagen.

Ganz anders dagegen sieht es bei groesseren Meteoroiden oder sogar Planetoiden aus. Ihre Masse ist so gross, dass die Lufthuelle der Erde nicht ausreicht , um sie entsprechend abzubremsen und sie treffen so fast ungebremst mit ihrer kosmischen Geschwindikeit auf die Erdoberflaeche. Da diese Geschwindigkeit auch hier mindestens bei 20-70 Km/sec aber auch noch weit darueber liegen kann, werden auch bei kleineren Objekten, die nur 100 Tonnen wiegen, Energien frei, die ein vielfaches von Nuklearexplosionen erreichen und entsprechend verheerende Wirkungen auf das Umfeld der Einschlagsstelle haben. Gluecklicherweise explodieren auch groessere Meteorite oft schon in der Luft, da bei ihrer hohen Eintrittsgeschwindigkeit die Lufthuelle der Erde fast wie ein fester Koerper wirkt. So wurde zum Beispiel am 1. Februar 1994 eine ca 3000 Grad heisse und 1000 Tonnen schwere Feuerkugel von Nordwesten her ueber den Pazifik rasend beobachtet, die rote und blaue Feuerzungen hinter sich herzog und in 20 Km Hoehe nahe den Tokelau-Inseln explodierte. Die von US-Satelliten registrierte Explosionsenergie erreichte die einer nuklearen 100 Kilotonnen Bombe, das entspricht also der Sprengkraft von 100 000 Tonnen TNT oder 5 Hiroshima Bomben. Beim Auftreffen auf festes Gestein auf der Erdoberflaeche waere die Energie noch weit hoeher gewesen.

Durch die Explosion in der Luft war die Erde noch einmal gut davongekommen. Waere der Feuerball in den Pazifik gestuerzt, dann haette die Explosion eine Flutwelle ausgeloest, die viele Anrainerlaender des Pazific in Mitleidenschaft gezogen und sicher Tausenden von Menschen das Leben gekostet haette. Darueberhinaus waere durch das verdampfte Wasser zumindestens in der Region mit sintflutartigen Regenfaellen zu rechnen gewesen. In frueheren Zeiten haette man die Ursache fuer diese Katastrophe sicher nicht erkannt und haette die Flutwelle und den Tod vieler Menschen als "von den Goettern geschickt" hinnehmen mUessen. So geschah es jedenfalls bei den verheerenden Meteoritenenschlaegen in geschichtlicher und vorgeschichtlicher Zeit, von denen es mehrere gegeben hat.

Der wohl bekannteste davon ist der Einschlag eines Riesenmeteoriten oder eines Planetoiden in Yucatan, Mexiko vor ca 65 Millionen Jahren, der die Erde voellig umkrempelte und zum Untergang der Saurier fuehrte. Er hinterliess einen Krater von 170 Km Durchmesser. Den naechsten beachtenswerten , jetzt schon fuer die Menschen katastrophalen Meteoriteneinschlag gab es vor 47000 Jahren in Arizona, USA mit einem Kraterdurchmesser von 1,2 Km und der Vernichtung des Lebens in grossen Teilen des suedlichen Nordamerikas. Danach sind bis jetzt etwa 15 heute bekannte Krater durch den Einschlag eines Meteoriten auf dem Festland entstanden. Auf Grund der Wasser-Land-Verteilung auf der Erde und auf Grund der Tatsache, dass bisher nur aufgefundene und eindeutig durch Bodenuntersuchungen wissenschaftlich bewiesene Einschlaege registriert wurden, kann man davon ausgehen , dass in den letzten 50000 Jahren mindestens 50 bedeutende Einschlaege stattgefunden haben. Das heisst, dass im Mittel alle 1000 Jahre ein groesseres Ereignis stattfindet.

Unter dem Eindruck der 19 gewaltigen Einschlaege der sichtbaren Fragmente des Kometen Shoemaker-Levy auf dem Jupiter zwischen dem 16. und dem 22. Juli 1994 hat man sich auch auf der Erde gefragt, was passieren wUerde, wenn ein derartiger Komet die Erde statt Jupiter treffen wuerde. Immerhin zog ja 1997 der Komet Hale Bop, zwar gluecklicherweise noch in beachtlicher Entfernung, aber immerhin doch wegen seiner Groesse und Energie bedrohlich, an der Erde vorbei und verschwand nach dieser Vorstellung wieder im Weltraum, wo er voellig neu und unvermutet auch aufgetaucht war. In alten Zeiten waere man ueber diese beiden spektakulaeren Kometen sicher nicht zur Tagesordnung uebergegangen, als wenn nichts gewesen waere. Denn was waere, wenn ein aehnlicher Komet Kurs auf die Erde nehmen wuerde? Wir waeren ihm, trotz all unserer schoenen Technik , wie in alten Zeiten rettungslos ausgeliefert.

Es soll hier nun keine Weltuntergangsstimmung verbreitet werden, aber mit kleineren Ereignissen, die auch ganze Regionen betreffen koennen , muss immer noch gerechnet werden. Bisherige Beobachtungen haben naemlich zu dem Ergebnis gefuehrt, dass etwa 2500 kilometergrosse Objekte der Erdbahn sehr nahe kommen koennen. Bei kleineren Objekten rechnet man schon mit Hunderttausenden, die die Erdbahn kreuzen koennen. Dies zeigt, dass die Erde relativ gefaehrdet fuer Meteoreinschlaege ist. Und die juengere Geschichte der Erde beweist dies auch. Vielleicht ist dies letzlich auch der Grund, warum die Kultur der Erde soweit hinter den Kulturen und Kenntnissen anderer Planeten in anderen Sonnensystemen hinterherhinkt. Wahrscheinlich wurde, wenn die Kultur auf der Erde einen gewissen Stand erreicht hatte, durch einen Meteoreinschlag alles wieder um Tausende oder sogar Zehntausende von Jahren zurueckgeworfen. Wenn wir uns an die Geschichte vom Untergang von Atlantis zurueckerinnern, wie er von Platon ueberliefert wurde, so hat in dieser Geschichte der alte aegyptische Priester schon vor etwa 2500 Jahren genau dieses vom Untergang der Kulturen auf der Erde berichtet. Und an den Voraussetzungen dafuer hat sich in der kosmisch gesehen kurzen Zeitspanne nichts geaendert.

Die alten Weisheiten aus Tibet sprechen sogar davon, dass nach jedem dieser Ereignisse die Ausserirdischen wieder auf die Erde zurueckkehren, um das in den Katastrophen untergegangene und verlorene Grundwissen von Sprache, Schrift und anderen fuer die Menschen wichtigen Dingen, wieder dorthin zu bringen. Denn was bei dem Einschlag eines Kometen von der Groesse des groessten Teilstuecks des Shoemaker-Levy-Kometen auf der Erde passieren wUerde, uebersteigt alle menschliche Vorstellungskraft. Dieses Teilstueck wuerde bei der auf Jupiter beobachteten Aufprallgeschwindigkeit von 200 000 Km/h eine Energie freisetzen die 12 Millionen Hiroshima Bomben entspraeche. Das wuerde bei einem Einschlag in Europa Hunderten von Millionen Menschen sofort das Leben kosten , weitere Millionen wuerden durch die in der Folge ausgeloesten Erdbeben und Flutwellen ihr Leben verlieren und der weitab auf geschuetzten Hochlaendern lebende Rest der Menschheit, der nicht ebenfalls durch Erdbeben oder Flutwellen umgekommen ist, muesste nahezu wieder von vorn anfangen.

Er waere gezwungen, fuer hunderte von Jahren Zuflucht in tiefen Erdhoehlen zu suchen, da auf der Erdoberflaeche fast ohne Pause verheerende Unwetter toben, sehr niedrige Temperaturen herrschen und die Gestirne Sonne und Mond so gut wie ueberhaupt nicht mehr am Himmel erscheinen wuerden. Dies ist kein erfundenes Horrorscenario, sondern es ist vor garnicht allzulanger Zeit, genauer gesagt vor etwa 10500 Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Erde passiert. Damals muss ein Meteoriteneinschlag beachtlicher Groesse die Erde sogar so aus dem Gleichmass ihrer Umdrehungen gebracht haben, dass sie ins Taumeln geriet und ihre neue stabile Achse erst nach einiger Zeit wiederfand. Der Austrittspunkt der gedachten Erdachse hatte sich danach , von Europa aus gesehen, um 3000 Km nach Norden verschoben. In der Folge verschwanden die Eiskappen ueber Europa fast vollstaendig und die am neuen Nordpol sich bildenden Eismassen schwammen im Wasser und verdraengten dabei soviel Wasser, dass weltweit der Meeresspiegel um etwa 100 m anstieg. Dieser Meteorit vernichtete das alte sagenhafte Atlantis I und aus den viele Jahre in den Hoehlen der Pyrenaeen und Aquitaniens ausharrenden alten Atlantern bildete sich das neue atlantische Volk, das dann das Atlantis II Platons in Andalusien begruendete.

Der Krater dieses Meteoriten liegt moeglicherweise in der Naehe der heutigen Bahamas

( siehe auch das Kapitel ueber das sagenhafte alte Atlantis )

Damit ist das groesste in neuerer vorgeschichtlicher Zeit durch einen Meteoriteneinschlag stattfindende Ereignis schon angesprochen. Das zweite ereignete sich etwa 4000v.Chr. im Gebiet des heutigen Saudi Arabien bei Wabar (11) suedlich von der Inselkultur von Dilmun. Es wurde moeglicherweise begleitet vom Einschlag eines weiteren TeilstUecks auf gleicher geographischer Breite in den Indischen Ozean. Die hierdurch ausgeloeste Flutwelle vernichtete die Indus-Kultur und die durch das Ereignis hervorgerufenen verheerenden sintfutartigen Regenfaelle loesten die "Grosse Flut" in Mesopotamien aus, die in der Geschichte von Sumer eine grosse Rolle spielt. Das dritte ereignete sich dann ca 2180 v.Chr. Es war der Einschlag eines sehr grossen Meteoriten, der einen Krater von 12,6 Km Durchmesser in der heutigen suedlichen Sahara bei Aorounga im Tschad verursachte. Es beendete die nordafrikanische Bauernkultur in der Sahara und war der Ausloeser der Bildung der Riesenwueste in Nordafrika. In dem nur 1000 Km entfernt liegenden Aegypten beendete es das alte Reich und verursachte in den Folgeereignissen wie Klimaschwankungen, Ausbleiben der Nilschwemme usw. abgesehen von der weitgehenden direkten Zerstoerung des Landes, eine 140 Jahre andauernde Unstabilitaet der Verhaeltnisse , die erst mit der Gruendung des mittleren Reiches ueberwunden wurde. Wahrscheinlich ist es nur den Pyramiden und den in ihnen vor der Zerstoerung bewahrten Kulturguetern Aegyptens zu verdanken, dass Aegypten im mittleren Reich fast lueckenlos an die Kultur des alten Reiches anknuepfen konnte.

Ca 1250 Jahre spaeter folgte dann der naechste gewaltige Einschlag eines Meteoriten in den Atlantik vor der Kueste von Spanien oder Frankreich, der moeglicherweise, aehnlich wie der Komet Shoemaker-Levy, vorher in mehrere Teile zerbrochen war. Die mit dem Einschlag dieses Meteoriten verbundenen Erd- und Seebeben fuehrten mit ihren direkten und indirekten Auswirkungen zum Untergang von Platons Atlantis und in dessen Folge zum Ende des atlantischen Reiches und zum Ende der Bronzezeit im Mittelmeerraum. Fuer Jahrhunderte brach eine ganze Kultur zusammen und musste sich danach aus den Resten wieder neu entwickeln.

Es mutet schon eigenartig an, dass diese Meteoreinschlaege immer in der Naehe einer Kultur stattfanden, die einen Hoehepunkt gefunden hatte, aber auf diesem Hoehepunkt dann verharrte und erstarrte. Sie fand offenbar aus sich heraus nicht die Kraft zur Weiterentwicklung, die zwangslaeufig eine Aufgabe gewonnener Bequemlichkeit bedeutet haette. Und es stellt sich auf Grund dieser verblueffenden Tatsachen tatsaechlich die Frage, ob diese Meteoreinschlaege nicht doch von einer hoeheren Macht initiiert wurden, um die Menschheit nicht in bequemer Stagnation verharren zu lassen und zur Weiterentwicklung zu zwingen. Also doch, wie die Alten meinten, eine "Strafe der Goetter" fuer das Verharren im Wohlleben waren. Man mag darueber denken wie man will, die geschichtlichen Tatsachen sprechen hier eine ziemlich deutliche Sprache.

Auch im Fall des Untergangs der atlantischen und achaischen Kultur war Aegypten wieder eine der bewahrenden Quellen, aus denen sich die neuentstehende Kultur ,zum Beispiel die der Griechen, speisen konnte. Es folgte dann der Meteorit von Ilumetsa, Estland, im Jahre 0, der einen Krater von 80 m Durchmesser schlug.(11) Er koennte der Stern gewesen sein, dem die Weisen aus dem Morgenland folgten, und der spaeter als der Stern von Bethlehem bekannt wurde. Er richtete zwar keine bekannten materiellen Schaeden an, erschien aber gleichzeitig mit der Einfuehrung des Christentums, das seinerseits durch religioese Eiferer und den Machtanspruch der "alleinseligmachenden" Kirche einen Grossteil der alten Kultur zerstoerte, anscheinend unwiederbringlich altes Wissen vernichtete und unzaehligen wertvollen Menschen das Leben kostete. Andererseits aber den Aufbruch in eine voellig neue Zeit einleitete, die den Kern einer erheblichen Weiterentwicklung der Menschheit in sich trug.

Im Jahre 1000 n. Chr. folgte dann wahrscheinlich ein Meteorit , dessen Einschlagskrater noch nicht gefunden wurde. Er war es moeglicherweise, der Karl den Grossen und seine Pferde auf der Fahrt nach Aachen erschreckte, dann in oestlicher Richtung verschwand, und zu seiner Zeit als "Luftgeist" und spaeter dann als UFO gedeutet wurde. Er leitete das Mittelalter in Europa ein, das erhebliche kulturelle Leistungen hervorbrachte aber andererseits die geistige Weiterentwicklung der westlichen Kultur fuer die Zeitdauer von 600 Jahren weitgehend blockierte. In dieser Zeit entwickelten sich aber auch die handwerklichen und technischen Fertigkeiten so weit, dass sie die Basis fuer den dann folgenden technischen Aufschwung der Neuzeit bilden konnten. Wenn man nun die 1994 beobachtete Feuerkugel ueber dem Pazific , die in der Luft explodierte und somit keinen Krater hinterliess, als das naechste Meteoritenereignis wertet, dann kommt man tatsaechlich auch in der Praxis auf eine Erscheinungsrate von einem grossen, die Welt veraendernden Meteoriten in jeweils tausend Jahren, wie die Statistik es auch aussagt.

Es ist aber auch durchaus moeglich, da dieser Feuerball des Pacific relativ klein war, dass dieses Ereignis noch vor uns liegt, denn fuer das Jahr 2030 wurde von Astronomen die gefaehrliche Annaeherung eines bekannten Planetoiden mit einem Durchmesser von etwa einem Kilometer vorausberechnet, der nach neuesten Meldungen aber gerade noch an der Erde vorbeifliegen soll. Dass die grossen geschichtlichen Meteoriten, die ganze Voelker und Kulturen direkt oder indirekt ausloeschten, von den Priestern der betroffenen aber auch der anderen, nicht oder nur wenig betroffenen Voelker, als Strafe der Goetter fuer die boesen oder verworfen lebenden Menschen interpretiert wurden, ist verstaendlich. Boten doch die Ereignisse die einmalige Chance, zu zeigen, was passiert, wenn man nicht nach den Regeln der Religion lebt und den Zorn der Goetter durch Entwicklungen der Gesellschaft hervorruft, die nicht mehr durch andere Mittel in die richtige Richtung zu bringen sind. Ob "die Goetter" tatsaechlich dabei die Hand im Spiel haben ist fuer uns, die wir den Zugang zum alten Wissen verloren haben und uns heute bemuehen, es wenigstens teilweise wieder zu erschliessen, schwer zu sagen. Die Geschichte zeigt jedenfalls, dass diese Naturereignisse - die ja letztendlich auf den Schoepfergott zurueckzufuehren sind , wenn ihn die Menschen auch heute als "Naturkraft" bezeichnen - wie auch durch den Menschen selbst herbeigefuehrte kriegerische Auseinandersetzungen, die oft einen nicht vorhersehbaren Verlauf nehmen , meistens zu einer bedeutenden Veraenderung des Lebens und des Bewusstseins der Menschheit beitragen . Vielleicht sind diese Ereignisse doch ein Teil des Erziehungsprozesses, den die Menschheit durchlaufen muss, um zu hoeherer Reife zu gelangen.

Unbestreitbare Tatsache ist, dass diese Veraenderungen eintraten und dass aus jeder Katastrophe die Menschheit erst einmal gelaeutert hervorging , obwohl sie dann spaeter, wenn das Ereignis vergessen war, oft, zumindestens teilweise, wieder in alte Fehler zurueckfiel oder neue machte. Man kann deshalb davon ausgehen, dass, da die Menschheit noch lange nicht ihre Vollkommenheit erreicht hat und immer wieder auf Irrwege geraet, auch das kosmische Ereignis des Einschlags eines grossen Meteoriten weiterhin ein Mittel sein koennte, Kulturen, die den Weg in eine, dem goettlichen Schoepfungswillen nicht entsprechende Richtung nehmen oder sogar auf dem Wege sind, ihm durch Jahrtausende andauernde atomare Verseuchung unersetzlichen Schaden zuzufUegen, zu mahnen, oder schlimmstenfalls zu vernichten.

Daran koennen auch Reagans atomare Weltraumabwehrsysteme nichts aendern, die angesichts der einem grossen Meteoriten innewohnenden Energie wie der Versuch eines kleinen Jungen wirken , eine heranbrausende Lokomotive durch Steinwuerfe aufzuhalten. Dies wurde inzwischen aber auch von der Wissenschaft erkannt und man ist sich darin einig, dass die Gefahr, die von einem auf die Erde zurasenden Meteoriten oder Planetoiden ausgeht, nur dadurch gebannt werden kann, dass man ihm schon weit draussen im Weltraum eine an der Erde vorbeifuehrende Richtung gibt. Die erforderliche Technik hierfuer steht aber der Menschheit zur Zeit noch nicht zur Verfuegung. Sie zu entwickeln, koennte aber eine der dringlichsten Aufgaben der Weltraumforschung der naechsten Zeit sein.

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