
von Karl Juergen Hepke
Deutsche Uebersetzung von auf der Ausgrabungsstaette vorhandenen Informationstexten
Anmerkungen von TOLOS * in Kursiv am Ende der Texte

Ihre hier aufgefunden archaeologischen Merkmale, ihre Lage und vor allem die Tatsache, dass es sich um eine vollstaendige phoenizische Stadt ohne spaetere Ueberbauung handelt, machen aus Dona Blanca einen hervorragenden Schluessel fuer die Kenntnisse der Welt der Phoenizier.
** Der unmittelbare Uebergang des Abhangs des Huegels in die voellig flache Ebene laesst deutlich erkennen, dass es sich nicht um eine Kuestenlinie des Meeres , sondern um eine durch die Ablagerungen des Flusses oder andere Sedimentationen aufgefuellte Senke handelt.
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Secuenca cronologica del yacimiento Arqueologico del Castillo de Dona Blanca.
Chronologische archaeologische Folge der Besiedlung vom Castillo de Dona Blanca
Fase_____ Periodo historico___________Cronologia/Cronologie_________Historische Periode
I_______ Calcolitico final____________ 2000 -1800 a.C.___________ Ende der Kupferzeit *
_________Vacio historico*________________________________________ Keine Besiedlung erkennbar*
II_______ Fundacion Fenicia____________800 - 775 a.C.__________ Phoenizische Stadtgruendung
III_____ Epoca Fenicia Arcaica____1/2 del s. VIII - s. VII a.C.___ Alte phoenizische Periode
IV________Epoca Turdetano_____________ s. VI - III a.C.____________ Turdetanische Periode
V_________Epoca Barcida_____________2o. mitad del s.III a.C.______ Karthagische Periode
__________Vacio historico_____________________________________Keine Besiedlung erkennbar
VI_______Periodo Hispano-Musulman____s. VIII - s.XIII d.C.______ Spanisch-Muselmanische Periode
VII______Periodo Postmedieval___________s. XV - XVI d.C._______Nachmittelalterliche Periode
*** Die angegebenen Daten stuetzen sich auf eine relativ kleine, bis auf den Fels ausgegrabene
Flaeche, die dazu noch an der Nordseite, also der dem Meer abgewandten Seite, liegt. Es ist also
durchaus moeglich, dass an guenstiger gelegenen Plaetzen Besiedlungsreste aus der Bronzezeit
vorhanden sind. Die Zeitangabe 2000-1800 v.Chr. in der Zeittabelle entspricht auch nicht der
"ausgehenden Kupferzeit", sondern liegt fuer den Mittelmeerraum schon voll in der Bronzezeit
Aus dieser Zeit koennten auch die bemerkenswerten Mauer- und Fundamentreste stammen, die eine starke Aehnlichkeit zu
Mauern aus Troja VI (1700-1250 v.Chr.)aufweisen und sich bisher vorwiegend an der Ostseite des Tartessoshuegels fanden.
Es koennte sich dabei um die ersten "echten" Reste der Tharsisbebauung handeln. (Siehe auch Vergleichsfotos aus Troja und Lixus in Marokko)
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Aus der fruehen Epoche kennen wir komplete Haeuserbloecke wie auch einige Wohnungen. Sie haben
drei oder vier rechteckige oder quadratische Wohnraeume. Ihre Mauern zeigen einen Sockel von
festem verputztem Mauerwerk* und der Rest besteht aus Lehmmauer oder luftgetrockneten Ziegeln
bis zum Dach, das sicherlich mit Pflanzenabschnitten gedeckt war. Die Tueren zur Strasse haben
eine grosse Steinplatte, die als Tuerschwelle und als Sitzbank diente. Die Boeden sind aus
gestampften Lehm entsprechend der phoenizischen Tradition und man kann oft in den Ecken der
Wohnraeume Kruggestelle sehen, die zur Aufnahme von Amphoren mit Wasser dienten.
Neuerdings kennen wir weitere architektonische Elemente der Stadt. Einen Backofen an der
Strasse und ein kreisfoermiges Becken, das mit Kalk vollstaendig wasserundurchlaessig gemacht
wurde. Ebenfalls erwaehnenswert ist eine Weinkelter mit zwei zementierten Becken
(antiker Beton) in denen die Trauben getreten wurden und der Saft floss durch zwei Kanaele
in ein anderes tieferes Becken mit einem Boden aus einem wasserundurchlaessigem Gemisch aus
Kalk, Sand und zerkleinerter Keramik (antiker Beton , "opus signinum").
* Es ist bemerkenswert, dass sich in dem aus einfachen unbehauenen Bruch- oder Fundsteinen
bestehendem, mit Kalkmoertel verbundenem Mauerwerk immer wieder einzelne oder auch mehrere grosse
sauber und exakt behauene Quader aus Granit befinden, ohne dass oft eine besondere Funktion damit
verbunden ist. Es sieht so aus, als ob es sich hier um wiederverwendete Steine aus Gebaeuden
einer frueheren Epoche, moeglicherweise der von Atlantis-Tharsis, handelt, die zum Teil wahllos
in die Mauern eingefuegt wurden.

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Die Nekropolis der Stadt befindet sich im Gebiet genannt "Las Cumbres" der Sierra de San
Cristobal

und erreicht eine Ausdehnung von 100 Hektar. Wir finden in ihr eine Verteilung in Zentren oder
Friedhoefen bestimmter Epochen die von der mittleren Bronzezeit bis in die turdetanische Zeit
reichen.
Die Typen der Graeber und die Bestattungsarten , die man findet , sind unterschiedlich, sie reichen von Graebern, die in den Felsen hineingehauen wurden, bis zu Strukturen von kuenstlich angelegten Huegeln oder Tumulen, die Graeber von verbrannten Toten bedecken.
Die Gruppe von Professor Diego Ruiz Mata führte eine archaeologische Ausgrabungskampagne in dieser Nekropolis in den Jahren 1984-85 durch. Der Tumulus I von Las Cumbres, der als einziger bis heute ausgegraben wurde, enthaelt Brandbestattungen von bis zu 80 Personen, die in einer kreisfoermigen Struktur angelegt sind. Das Zentrum enthielt hier ein "ustrinum" d.h. eine Stätte an der die Toten verbrannt wurden. In seiner Umgebung gruppieren sich nach Rang eingestuft die verbrannten Reste der Toten wobei die reichsten am naechsten zum rituellen Verbrennungsplatz bestattet wurden.
Am Ausgang des VIII Jhdt.s zeigt sich eine noch staerkere Beachtung der Rangordnung in einem Tumulus, der in einen frueheren eingeschlossen ist und in dessen Zentralbereich sich die Verbrennungsstaette eines Individuums mit reicher Ausstattung befindet und in seiner Umgebung eine bestimmte Anzahl von viel einfacheren Brandbestattungen.
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Das Ankommen phoenizischer Bevoelkerungsteile auf unserer Halbinsel ergab sich aus intensiven Handelsbeziehungen, vor allem in Bezug auf den Handel mit Metallen. Einige Autoren meinen, dass sie auch fruchtbare Laender suchten, um sie zu kultivieren. Das wichtigste ist, dass ihre Gegenwart in der einheimischen Bevoelkerung des heutigen Andalusiens tiefe strukturelle Aenderungen bewirkte.
1. Keramik: Es erscheint die Toepferscheibe, die eine verbesserte Qualitaet des Produktes bewirkt
und die Produktion effektiver macht.
2. Metallurgie.: Die Verarbeitung von Eisen wird eingefuehrt.
3. Siedlungsbau : Es gibt grundsaetzliche Aenderungen. Die ovalen oder kreisfoermigen Bauten
der ausgehenden Bronzezeit aendern sich in gerade Mauern von rechteckigen oder quadratischen Typ.
Damit wird die Anlage von innerstaedtischen Strassen moeglich. Die Anhaeufung von Huetten, mehr
oder weniger zerstreut liegend ,wandelt sich schon in eine urbane organisierte Struktur.
4. Alfabet : Obwohl die tartessische Schrift eine komplexe silbenhafte Struktur hat ,
entstammen die Zeichen aus dem phoenizischen Alfabet.
6. Gesellschaft: Man schaetzt religioese Braeuche und eine neue Art von Bestattungen wie auch
eine staerker betonte gesellschaftliche Gliederung. Die Stammesoberhaeupter haben Teil an den
produzierten Waren und am Luxus ; die Differenzierung wird in den Bestattungsstaetten deutlich
erkennbar. Man kann eine staerkere Spezialisierung der Arbeit und eine staerkeren Bedeutung
des Handels erkennen.
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*Diese natuerlichen Gegebenheiten sind ein weiterer Beweis fuer die Tatsache, dass die oestlichen Ufer des Mittelmeers Kanaan und Phoenizien leichter und frueher vom Westen, von Iberien, aus zu erreichen waren als umgekehrt. Denn fuer die Reise von Osten nach Westen war, wie beschrieben, eine hochentwickelte Seefahrtskunst erforderlich.
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Das phoenizische Volk war das erste, das die Hieroglyphenschrift veraenderte indem es ein Alfabet schuf, das aus 22 Zeichen bestand und keine Vokale enthielt. Es gab nur Konsonanten und man schrieb es von rechts nach links . Diese Entdeckung ist der Schluessel und eins der groessten Errungenschaften die sie uns gebracht haben. Sie floss in alle an das Mittelmeer angrenzenden Sprachen ein. Im wesentlichen besteht sie in der Erfindung einer Serie von grafischen Zeichen, die vollstaendig die einfachen Lautbildungen einer Sprache beinhalten, wobei jede durch ein einfaches Zeichen wiedergegeben wird. Die ersten Versuche hierzu benutzten noch die Systeme der vorher bestehenden Schriften.
Im Sinai fand man ein erstes Alfabet mit etwa dreissig Zeichen, die von vereinfachten Hieroglyphen abgeleitet waren. In Biblos wurden die aegyptischen Formen benutzt , um eine Schrift zu entwickeln die sowohl silben- wie auch Buchstabenschrift war. In Ugarit wurden Texte in einer alfabetischen Schrift erstellt , deren Zeichen keilfoermig waren , weil sie mit einem dreieckigen Stift in den feuchten Lehm gedrueckt wurden, die aber keine Beziehung zur Silbenschrift Mesopotamiens hatte.
Schliesslich hatte sich das phoenizische Alfabet im ganzen Mittelmeerraum durchgesetzt. Das alfabetische System ist gekennzeichnet durch seine Bequemlichkeit.: 22 Zeichen dienen zur Bezeichnung der Konsonanten. Ausgehend von der kanaanaeischen Welt wurde das Alfabet sehr schnell von anderen orientalischen Voelkern aufgenommen: Aramaeern, Israeliten oder Arabern aber auch durch die Anwohner der Mittelmeers: Die Griechen, die Vokale einfuegten und es weitergaben an die Etrusker , Latiner und damit an die vom Latein abgeleiteten aktuellen Sprachen.
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Secuenca cronologica del yacimiento Arqueologico del Castillo de Dona Blanca.
Chronologische archaeologische Folge der Besiedlung vom Castillo de Dona Blanca
Fase_____ Periodo historico___________Cronologia/Cronologie_________Historische Periode
I_______ Calcolitico final____________ 2000 -1800 a.C.___________ Ende der Kupferzeit
_________Vacio historico________________________________________ Keine Besiedlung erkennbar
II_______ Fundacion Fenicia____________800 - 775 a.C.__________ Phoenizische Stadtgruendung
III_____ Epoca Fenicia Arcaica____1/2 del s. VIII - s. VII a.C.___ Alte phoenizische Periode
IV________Epoca Turdetano_____________ s. VI - III a.C.____________ Turdetanische Periode
V_________Epoca Barcida_____________2o. mitad del s.III a.C.______ Karthagische Periode
__________Vacio historico_____________________________________Keine Besiedlung erkennbar
VI_______Periodo Hispano-Musulman____s. VIII - s.XIII d.C.______ Spanisch-Muselmanische Periode
VII______Periodo Postmedieval___________s. XV - XVI d.C._______Nachmittelalterliche Periode
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El tumulo I de las cumbres, unico excavado hasta ahora cubria una incineration de hasta 80
individuos repartidos en una estructura circular. El centro lo ocupa durante el siglo
VIII a.C. un "ustrinum", es decir, el lugar donde incineraba el cadaver. A su alrededor
y de forma jeraquizada se dispusieron las cenicas de los quemados, con los mas ricas a
menor distancia del espacio ritual de cremacion.
A finales de siglo VIII a.C. se advierte una mayor jerarquizacion con un tumulo incluido en el
anterior en cuya zona central se incinera un individuo con rico ajuar y a sa alrededor un
cierto numero de cremaciones mucho mas sencillas.
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1. Ceramica: Aparece el torno del alfarero, lo que supone una mayor calidad del producto y
una produccion mucho mas eficaz.
2. Metalurgia: Se introduce la metalurgia del hierro.
3. Urbanismo: Se detectan cambios fundamentales. La plantas ovales o circulares de las viviendas
de las poblaciones del Bronze final pasan a ser de muros rectos, de tipo cuadrado o rectangular
. Esto favorece la planificacion de calles. La aglomeration de cabanas mas o menos dispersas
deja paso a una estructura urbana organizada.
4. Alfabeto: Aunque la escritura tartesica tiene una estructura compleja, de tipo silabico,
los signos proceden del alfabetico fenicio.
5. Sociedad: Se aprecian manifestaciones religiosas y funerarias nuevas ademas de una
jerarquizacion social mucho mas acentuada: Los jefes tribales acaparan buena parte de
los productos manufacturados o de lujo y la diferenciacion en los enterramientos es ahora
evidente. Se detecta una mayor especialacion del trabajo, y un amplio desarollo del
comercio.
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Melqart-Hercules es el "dios de la ciudad". La existencia de Gadir y la posterior Gades
siempre va unida y en estrecha relacion con el templo. Hasta tal punto esto es esencial
que para algunos autores, la fundacion de Gadir es una operacion directamente dirigida por el
Templo de Tiro. Por otra parte, es el gran patron de la aventura maritima y comercial de los
primeros tiempos.
El templo de Melqart-Hercules fue el pivote en torno al cual giro toda la vida gaditana,
especialmente el comercio. Asi, el dios se erige en garante y regulador de las transacciones
y aseguraba el cumplimiento del trato comercial acordado. Indica el caracter mercantilista
de la vida fenicia y una habil integracion de las facetas religiosas y economicas.
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El regreso no presentaba mayores dificultades; siempre se podia navigar cerca de la costa africana y aprovechar asi las corriente marinas. Los estivales vientos de poniente tambien ayudarian en el viaje a Tiro.
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Lesen Sie hierzu, umfassend und uebersichtlich dargestellt :
DIE GESCHICHTE VON ATLANTIS, der vergessene Ursprung unserer Kultur
von Karl Juergen Hepke
TRIGA - DER VERLAG, 2.Aufl. 2008, Hardcover, 268 Seiten, Eur 22,00 , ISBN 978-3-89774-539-1
